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Attila Hildmann kostet Safthersteller Hundertausende — Ach, wirklich?

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VoysonM
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Attila Hildmann kostet Safthersteller Hundertausende — Ach, wirklich?

#1

Post by VoysonM »

Gestern Nacht bin ich zufällig auf einen Online-Artikel von vor ein paar Monaten gestoßen, der ein Musterbeispiel für die massenmediale Hetzpresse abgibt.

(Alternativ zu folgendem Artikel kannst du dir auch meinen Audiobeitrag dazu anhören:
https://odysee.com/@voyson-de/Hetzartik ... AH-seziert)

Es soll hier nicht um die Person Attila Hildmann gehen oder gar dessen politische Äußerungen (als seine vermeintliche aktuelle politische Einstellung, was jedoch psychologisch nicht zwingend der Fall sein muss, aber das ist ein anderes Thema — über das wir freilich auch mal diskutieren könnten bzw. sollten). Es geht um das Prinzip der massenmedialen Hetze, an sich höchst strafbare Verleumdung gegen das Opfer einerseits und verdummende Desinformation/Manipulation der Leserschaft andererseits.

In der Überschrift des Artikels wird erwähnt, einen großen Safthersteller habe es 700.000 Euro gekostet, mit Attila Hildmann zusammengearbeitet zu haben. Überschriften wirken wie Werbebotschaften auf Plakatwänden bzw. Werbespots: Die meisten Leser überfliegen viele Überschriften, bis sie sich für einen Artikel entscheiden, den sie dann tatsächlich lesen. Die Kernaussagen aller aufgenommener Überschriften aber bleiben hängen. Und das ist eine der Hauptfunktionen von Zeitungen: Desinformation durch die Technik des "Lügens, ohne zu lügen", massenhaft appliziert in Form der Überschriften, von denen die Verantwortlichen ganz genau wissen, wie sie massenpsychologisch wirken. Die eigentlichen Artikel dahinter sind dann meist nur noch juristische Reinwasch-Absicherungen gegen zwar seltene, aber mögliche Klagen Geschädigter einerseits und andererseits wiederum weitere Desinformation bzw. erzieherische Verdummung der (vor allem über die Trojan-Horse-Technik eingefangenen Stamm-)Leserschaft.

Die Überschrift suggeriert: Wer mit Attila Hildmann zusammenarbeitet, wird dies mit einem enormen finanziellen Schaden büßen. Die implizierte Botschaft: "Arbeitet bloß nicht mit Attila Hildmann zusammen!" Die tiefenpsychologische (vom PR-Begründer Edward Bernays ausführlich in seinen Bestsellern "Crystallizing Public Opinion" und "Propaganda" vorgestellte) Intervention ist dabei die existenzielle Angstmache, denn ein hoher finanzieller Verlust bedroht nun einmal in unserer aktuellen Gesellschaftsform den sozialen Status und Lebenskomfort erheblich.

Aus dem Artikel ist zudem zu erfahren:
  1. der Safthersteller hat einen Energydrink von Attila Hildmann vermarktet
  2. die Zusammenarbeit begann 2017
  3. Attila Hildmann habe 2018 "aufgrund finanzieller Schwierigkeiten" einen Kredit von über 200.000 Euro aufnehmen müssen
  4. 2020 habe der Safthersteller nach politisch unerwünschten Äußerungen Attila Hildmanns das Produkt und die Zusammenarbeit eingestellt, sich distanziert und 2 Millionen unverkaufte Getränke vernichtet
Der Verlag baut offensichtlich darauf (sicher leider zu recht, die Menschen werden in unserer Gesellschaft eben mehrheitlich erfolgreich so dressiert/konditioniert), dass der weit überwiegende Teil der Leserschaft weder nachrechnet noch über das Gelesene nachdenkt und generell trotz (oder gerade wegen!) der Zwangs-Schulbildung weder über mathematische Kompetenz noch über BWL-Grundwissen verfügt. — Doch dem ist ganz schnell abzuhelfen, durch echte Volksbildungsarbeit wie beispielsweise hier mit diesem Beitrag.

Es ist zu vermuten, dass der "Schaden" von 700.000 Euro sich auf die 2 Millionen vernichteten Getränke bezieht, wobei wahrscheinlich die sich rechnerisch ergebenden 2,86 Euro pro Getränk sowohl die Herstellungskosten als auch die anteiligen Marketing- und sonstigen firmeninternen Umschlagskosten enthalten.

Ferner habe ich zu dem Jahr 2017 recherchiert, was der "Beginn der Zusammenarbeit" konkret bedeutete. Lief da die Produktentwicklung erst an und/oder das Marketing? Ab wann wurden die Getränke endlich verkauft? Die 2 Millionen von 2020 waren doch wohl nicht die erste produzierte Charge, das wäre eine sehr ungewöhnlich lange Entwicklungszeit von 2017 an! Und siehe da: Es gibt bereits private Produktrezensionen auf YouTube von ... 2017!

Nehmen wir mal sehr niedrig angesetzt an, der Safthersteller habe 2017-2019 jährlich auch nur 1 Million dieser Getränke verkauft (wahrscheinlich war es ein Vielfaches davon!) und habe auch nur 1 Euro an jedem Getränk verdient (wahrscheinlich war es mehr!), dann hätte er mindestens 3 Millionen Euro eingenommen durch das Produkt von Attila Hildmann, ehe er aus eigener Entscheidung (angeblich) 700.000 Euro in den Sand setzte durch die Vernichtung der 2 Millionen vorproduzierten Getränke. Der in der Überschrift behauptete/suggerierte Verlust von 700.000 Euro war also im Gegenteil real ein Gewinn von mindestens 2,3 Millionen Euro!

War der Verlust (wenn er denn real ist) Attila Hildmanns Schuld? Nein! Es war die ureigene Entscheidung des Saftherstellers. Er hätte das Getränk weiter verkaufen können, schließlich sind nicht 100 % aller Kunden politisch auf einer einzigen Linie, wie dem diktierten Totalitarismus. (Es ist nichts als totalitär, Menschen aufgrund ihrer unerwünschten Kultur, Religion oder politischen Meinung wirtschaftlich und damit existenziell zu sanktionieren!) Mindestens aber hätte man das Getränk im Ausland vermarkten können, unter anderem Namen oder wo sich nahezu gar niemand um die entsprechenden politischen Äußerungen Attila Hildmanns schert.

Das Sahnehäubchen im Artikel ist die Erwähnung des Kredits: Kredite sind in der Wirtschaft gang und gäbe, hinter den konstatierten "finanziellen Schwierigkeiten" steht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (via der PR-Grundtechnik "lügen, ohne zu lügen") lediglich die "Schwierigkeit", ein neues wirtschaftliches Vorhaben, wie etwa die Markteinführung eines neuen Produkts oder sonstige Ausweitungen des Geschäfts, mal eben so aus der Portokasse zu schütteln. Dann nimmt nahezu jede Firma, auch sehr große und erfolgreiche, eben einen Kredit auf als Liquiditätsmittel, setzt das wirtschaftliche Vorhaben (gegen kalkuliertes Risiko zulasten des Kreditgebers laut Kreditvertrag) erfolgreich um oder scheitert, ein ganz alltäglicher Vorgang im wirtschaftlichen Tagesgeschäft. Suggeriert wird aber, der Kredit an Attila Hildmann sei etwas ganz ungewöhnliches, für den durchschnittlichen Zeitungsleser-Kleinmichel zudem noch eine riesige Geldsumme (als Wirtschaftskredit liegen 200.000 Euro tatsächlich aber im untersten Bereich!) und Attila Hildmann sei nicht vertrauenswürdig bzw. wirtschafte schlecht. Alles funktionale Verleumdungen, die aber über die professionelle politische Hetzform des Massenmedialen juristisch relativ gut abgesichert sind.

Im Übrigen baut die Hetze auch auf Generalisierung: Der eine berichtete (hier wie oben ausgeführt gänzlich unsubstantiierte, also rein verleumderische) Fall soll vom (Überschriften-)Leser aufgenommen werden, um seine allgemeine, generelle Einstellung zur Sache bzw. Person zu formen, zu konsolidieren oder zu färben.

All dem gilt es, ganz gründlich in die Suppe zu spucken durch eine Neue Aufklärung, bis die Strukturen der Manipulation, (hier: psychologischen und soziopsychologischen) Gewalt, Verarsche und Ausbeutung ausgelöscht werden konnten und die Menschheit in echter Demokratie und dauerhaftem allgemeinem Frieden lebt. Die Feinde all dessen werden zuvor zappeln und beißen, aber mit der richtigen Herangehensweise macht man sie unschädlich, ohne verletzt zu werden.
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Larissa1
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Re: Attila Hildmann kostet Safthersteller Hundertausende — Ach, wirklich?

#2

Post by Larissa1 »

Alter, ist das dreist von den MM! Attila ist jetzt auch nicht gerade jemand, den ich als irgendwie sympathisch bezeichnen würde oder unterstützenswert finde, aber einfach der Medienstil ist schon echt herb. Gibts nicht eigentlich Gesetze gegen sowas, Pressekodex und so? Das wird ja sicher nicht nur gegen Attiboy so geschmiert, sondern allgemein ...
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