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Corona-Krise / Schlafschafe

Hier kannst du Aufmerksamkeit, Hilfe und Rat suchen, erhalten und geben zu allen Arten persönlicher Probleme, egal wie groß, egal wie klein. Als Community brauchen wir einander, mögen einander, sind da füreinander.
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Franziska Vegan
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Corona-Krise / Schlafschafe

#1

Post by Franziska Vegan »

Wie geht ihr mit der ganzen Coronakrise um, vor allem damit, dass wir wohl alle seit sooo vielen Monaten versuchen, aufzuklären, die Menschen wachzurütteln und sie einfach nicht zuhören, geschweige denn mitdenken wollen? Mich macht das sooo fertig! Es gibt immer mal gute Tage, aber oft genug auch sehr schlechte, und ich kann seit Beginn der Coronakrise nur noch selten gut schlafen, fühle mich die meisten Tage wie regelrecht gerädert ...

Hat jemand von euch da irgendwelche guten Tipps oder Gedanken? Oder wir reden halt einfach mal hier drüber oder auch per PN oder so, das hilft ja auch schon manchmal. Wobei wir gute Tipps hier natürlich sammeln sollten für die ganze Community, denke ich.

Also ich hab noch nicht so richtig viel gefunden, außer alle Medien, auch die Alternativen, wenigstens immer mal ein paar Tage lang komplett aus lassen, mich mit nem Tee und einem guten Buch einkuscheln und mit meinem Freund reden (der zum Glück ganz auf meiner Seite ist, ich will mir gar nicht vorstellen, was in all den Beziehungen abgeht, die in Sachen Coronakrise gespalten sind!). Er stürzt sich die meiste Zeit in Arbeit, manchmal spielt er auch Computerspiele, manchmal wir auch zusammen. Am Anfang waren wir noch auf ein paar Demos, das tat richtig gut, die Leute da zu erleben, und es haben sich auch ein paar nette Kontakte ergeben anfangs, leider aber fast alle wieder eingeschlafen. Aber seit einigen Monaten trauen wir uns das leider nicht mehr, ehrlich gesagt, auch wenn wir wissen, dass das eigentlich falsch ist. Ach, alles eine Scheiße, die ganze Situation, und dann auch noch weltweit, wohin könnte man schon auswandern? Und es können ja auch nicht einfach alle auswandern, wenns irgendwo nicht passt. Ich finde, man muss die Welt schon da verändern, wo man ist.

Naja, was denkt ihr so, und wie gesagt, habt ihr vielleicht irgendwie noch gut helfende Tipps?

Fühlt euch alle einfach mal umarmt, ich glaube, das ist ein Bild, das mir grade ein bisschen hilft, das wir alle zusammengehören auf eine Art und zusammen eine bessere Welt erschaffen werden, und das macht doch Mut! Hachja ...
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Re: Corona-Krise / Schlafschafe

#2

Post by VoysonM »

Sehr gutes Thema, danke dafür!

Auch ich leide immer wieder massiv darunter, auch mit den Schlafstörungen geht es mir ebenso, und vermutlich sehr, sehr, sehr vielen anderen Menschen auch.

Eine Idee, die ich erst neulich mal publizieren wollte — nun mache ich es eben einfach mal an dieser Stelle — ist, dass wir uns jeweils jeder irgendwo eine Liste anlegen könnten, in die wir alles besonders Positive schreiben, das uns immer wieder aufbaut, die wir bei Bedarf schnell zur Hand haben und uns durchlesen oder überfliegen können, um aus dem Tief wieder schnellstmöglich herauszukommen. Diese Positive Liste lässt sich natürlich jederzeit immer weiter ergänzen.

Ganz wichtig ist immer ein positiver Zukunftsblick, also eine positive Vision, Vorstellung von der Zukunft, persönliche Wunschziele, Hoffnungsbilder, Kraftbilder. Der Psychologe Viktor Frankl hat im Konzentrationslager systematisch analysiert, was Menschen wie ihn und andere Mitgefangene in solchen Extremsituationen am wirksamsten hilft, und auch, was die größten psychischen Gefahren sind. Es waren nicht immer die schwächsten Gefangenen, die starben, sondern vor allem jene, die keine Hoffnungen mehr finden konnten. Er selbst ist der Überzeung, dass er dem Tod am nächsten war, als er erfuhr, dass seine Frau und Kinder im KZ umgekommen waren. Er fand dann aber ein mentales Bild, an dem er sich festklammerte: Dass er irgendwann auf einer Bühne stehen würde und seine und ihre Geschichte erzählen würde und seine Erkenntnisse über die Wichtigkeit von Hoffnung und mentalen Bildern sehr vielen Menschen helfen. (Buchtipp: "Trotzdem Ja zum Leben sagen" von Viktor Frankl). Wie aussichtslos und hoffnungslos und chancenlos die Welt für die KZ-Insassen aussah, für die Kriegshinterbliebenen und Menschen in ähnlichen Situationen. Und doch aber gingen all solche historischen Phasen einmal vorüber und es gab schon wenige Jahre später wieder eine geradezu heile, glückliche, friedliche, schöne Welt ... Ich hoffe nun nicht auf einen nur etwas besseren Status quo, sondern meine Zielvision ist eine Welt, die komplett die Demokratie der Zukunft lebt.

Ich stürze mich entsprechend seit eh und je viel in Arbeit, etwa an dem Buch http://dmdz.info und nun an der Übersetzung http://fdmc.info, aber auch jeder andere kann durch Arbeit, Aktivismus oder am besten aktivistisch wirksame Arbeit sehr gute Ablenkung finden und zugleich an (wenigstens Teil-)Lösungen (mit-)arbeiten. Dazu kann natürlich insbesondere das Gründen von und Arbeiten in Starterkernen, Demokratischen Gruppen und Demokratischen Kommunen zählen! Das würde ich vor allem anderen empfehlen, denn ich halte es für die effektivste und auch effizienteste Tätigkeit gegen aktuelle Krisen und zur sicheren Vorbeugung vor allen sonst irgendwann noch weiteren drohenden Krisen.

Allgemeine Ablenkung ist natürlich auch gut, in Maßen, solange sie nicht komplett den Aktivismus oder andere notwendige zielführende Arbeiten suchthaft verdrängt oder beeinträchtigt. Also etwa schöne bzw. faszinierende Filme oder Dokus, Computerspiele, positive Interaktionen mit anderen Menschen (optimal sind natürlich Kinder, deren unschuldige Welt man dann zeitweise mit teilt) usw.

Und ganz wichtig finde ich effektive Vernetzung, das Finden von Gleichgesinnten und möglichst viel Kontakt mit ihnen, wodurch sich alle toxischen Kontakte, von denen fast jeder zu viele hat, immer weiter minimieren kann. Das erhoffe ich mir etwa auch von dieser Community hier, für mich und ebenso für alle anderen Nutzer/Mitglieder.

Das sind erstmal "so auf die Schnelle" ein paar Punkte von mir. :) Aber auch ich bin über alle weiteren guten ideen und Anregungen immer dankbar, auch mir geht es noch lange nicht so gut, wie ich es auch in der aktuellen Zeit für theoretisch möglich halte. (Wobei es mir schon um Vieles besser geht, seit hier immerhin ein paar Leute aktiv sind und ich nicht mehr ganz alleine immer nur ohne Antwort in den Wald rufe. Danke für alle, die bereits hier mitdiskutieren, und im Voraus bereits ein Herzlich Willkommen an alle, die noch dazukommen werden!)
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